Raiffeisen Bank International (RBI) bietet über Bitpanda Kryptohandel in elf europäischen Märkten an, potenziell für rund 18 Millionen Kundinnen und Kunden. In Albanien, Tschechien und der Slowakei soll der weitere Ausbau laut RBI im ersten Halbjahr 2027 beginnen.
Österreich hat den Vorlauf
Die beiden Unternehmen haben ihre Partnerschaft am 23. September 2026 offiziell erweitert und in einer gemeinsamen Ankündigung bestätigt. Für Anlegerinnen und Anleger in Österreich ändert sich wenig: Der Krypto-Service läuft hier bereits, er wurde über die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien in das Kundenangebot eingebaut. Die Partnerschaft zwischen Bitpanda und der Raiffeisenlandesbank war im April 2023 verkündet worden, 2024 startete die Integration in Österreich. Wer in Bitcoin einsteigen möchte, findet in unserer Anleitung zum Bitcoin kaufen mit PayPal einen Wegweiser.
Aus RBI-Sicht ist der Pitch schlicht: Die Bank sieht laut ihrem Vorstandschef Michael Höllerer eine wachsende Nachfrage nach Kryptowerten in ihren Märkten und will sie über Bitpanda bedienen. „Als kundenorientierte Bank setzen wir uns dafür ein, die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden bestmöglich zu erfüllen“, erklärte Höllerer.
Von Wien nach Tirana, Schritt für Schritt
Der Ablauf in den übrigen Märkten ist nicht einheitlich. Die Unternehmen machen klar, dass jede Netzwerkbank der RBI-Gruppe selbst entscheidet, welche Krypto-Dienste sie anbietet und wann sie startet. Die Entscheidungen richten sich nach den örtlichen Markt- und Regulierungsbedingungen. Ein Sprecher von RBI bezifferte den Zeitplan für den ersten Ausbau: Albanien, Tschechien und die Slowakei sollen im ersten Halbjahr 2027 folgen. Das bleibt eine Planung, kein zugesicherter Termin.
Bitpanda stellt dabei nicht den direkten Kundenkontakt, sondern die Infrastruktur: Über Bitpanda Enterprise betreiben die Network-Banks den Krypto-Handel unter eigenem Namen. Bitpanda ist unter der EU-Verordnung MiCA (Markets in Crypto-Assets Regulation) zugelassen, was die Bankengruppe rechtlich absichert.
Die elf Märkte benennt die Ankündigung nur zum Teil; welche Coins handelbar sein werden und welche Gebühren anfallen, haben die Unternehmen nicht mitgeteilt.
Bitpanda teilte mit, regelmäßig mit Banken und Finanzinstituten über Krypto-Broker-Dienste zu sprechen, äußerte sich aber nicht zu laufenden Gesprächen.
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