Fidelity-Zufluss von 310 Millionen Dollar rettet Bitcoin-ETFs vor roter Woche

Fidelity-Zufluss von 310 Millionen Dollar rettet Bitcoin-ETFs vor roter Woche

Die US-Spot-Bitcoin-ETFs haben am Freitag, 18. September, 433 Millionen US-Dollar an Nettozuflüssen verzeichnet, nachdem der Fidelity Wise Origin Bitcoin Fund (FBTC) allein 310,7 Millionen Dollar angezogen hatte. Damit endete eine schwankungsreiche Woche mit gerade einmal 6,1 Millionen Dollar an Nettozuflüssen.

Ohne den Freitag wäre die Woche negativ ausgegangen. Am Dienstag und Mittwoch hatten Anleger insgesamt 746,3 Millionen Dollar abgezogen, Donnerstag und Freitag brachten dann 592,5 Millionen Dollar zurück, was ein Loch von 153,8 Millionen Dollar gegenüber den beiden Verlusttagen hinterließ. Erst der Zufluss von 159,9 Millionen Dollar am Montag, den 14. September, hob die Fünf-Tages-Bilanz knapp über die Nulllinie. Die Zuflusszahlen beruhen auf Daten des Trackers Farside Investors, die veröffentlicht wurden.

BlackRock verliert den Tag, gewinnt die Woche

Fidelity dominierte den Freitag: FBTC nahm mit 310,7 Millionen Dollar fast das 2,9-fache der 108,4 Millionen Dollar auf, die der iShares Bitcoin Trust (IBIT) von BlackRock am selben Tag verbuchte. Auch Bitwise Bitcoin ETF (BITB), ARK 21Shares Bitcoin ETF (ARKB) und VanEcks HODL meldeten kleinere positive Zuflüsse.

Über die ganze Woche gesehen drehte sich das Bild: IBIT sammelte 120,6 Millionen Dollar ein, FBTC nur 79,9 Millionen. Ein starker Einzeltag sagt demnach wenig über die Wochenbilanz.

Was das für Anleger bedeutet

Die Abflüsse fielen auf den 15. und 16. September, also auf den Tag vor und den Tag der Zinsentscheidung der US-Notenbank, die ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent anhob. Ein Kausalzusammenhang ist daraus nicht abzuleiten, die Daten belegen nur die zeitliche Nähe. Für Privatanleger in Österreich zeigt die Woche vor allem, dass Tageszahlen die Gesamtbilanz rasch verzerren: Wer einzelne Handelstage bewertet, sieht leicht das Gegenteil der Wochenentwicklung, wie gerade dieser Fünf-Tages-Zeitraum mit knappem Plus nach zwei starken Verlusttagen zeigt.

Angaben zum Freitag gehen zudem auseinander: Andere Auswertungen beziffern die Tageszuflüsse mit 324,6 Millionen Dollar, aufgeschlüsselt nach Fonds bleibt Fidelity in allen Versionen der größte Einzelakteur.


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